Umgebung - Villa Pepita und Titna - Międzygórze
20 Min.WÖLFELSFALL
Wölfelsfall – Wodospad Wilczki
Der grösster und höchster Wasserfall im Gebirgsmassiv des Glatzer Schneeberges, einer der höchsten in den Sudeten. Er enstand auf der Linie der tektonischer Verwerfung, woher der Wölfel aus über 23 Metern Höhe in einen beeindrückenden Kessel fällt und fliesst weiter in einer engen Schlucht, dessen senkrechte Wände sogar 25 Meter erreichen. Rings um dem Wasserfall wächst ein schöner, alter Mischwald und erheben sich malerische Felsen. Der Wasserfall zusammen mit der nächsten Umgebung steht seit dem Jahre 1958 unter Schutz und bildet das "Naturschutzgebiet Wölfelsfall".

Das Schutzgebiet ist zur Besichtigung angepasst. Über dem Wasserfall befindet sich eine kleine Brücke und rings um wurden Spazierwege und Stufen, die zur Aussichtsterrassen führen, errichtet. Auf diese Weise kann man den Wasserfall und die Schlucht von jeder Seite besehen. Das Naturschutzgebiet befindet sich gleich bei der Einfahrt in Wölfelsgrund, so dass der Zugang zu ihm unmittelbar von dem neben gelegenen Parking oder auch vom Zentrum des Ortes über eine Spazierallee möglich ist.
40 Min.MÄRCHENGARTEN
Märchengarten – Ogród Bajek
Nicht zu grosser, malerisch auf dem Bergabhang von dem Spitzigen Berg gelegener Garten, gegründet in den 20-ger Jahren des XX Jh. vom Isidor Kristien zur Huldigung der Märchengestalten und der verführerischen Umgebung. Die hier gesammelten zahlreichen Schaustücke von dekorativen Gartenpflanzen oder typischen Gebirgspflanzen bilden den Hintergrund für Märchenmotive in der Form von Figuren, Totems,

oder Gartenhäuschen, die grössten Teils aus Baumwurzeln und Ästen, sowie originellen Steinen verfertigt wurden. Den Märchengarten kann man in 30 Minuten auf dem gelb markierten Weg oder auf dem Weg hinter der Pension Sarenka, nachstehend auf dem rot markierten Weg auch in 30 Minuten erreichen. Ab Mai 2009 wurde für die Kinder der „Heinzelmännchenweg“, das ist von der Endhaltesstelle des Buses in Wölfelsgrund zum Märchengarten in den Farben rot/gelb trassiert.

Kontakt: Tel. +48 74 81 35 195
50 Min.SANKTUARIUM MARIA ZUM SCHNEE
Sanktuarium Maria zum Schnee
Sanktuarium Maria Śnieżna

Der Spitziger Berg ist seit Langer Zeit das Ziel von Ausflügen und Wallfahrten. Um die Mitte des XVIII Jh. wurde hier die Kopie der wundertätigen Figur der Mutter Gottes zum Schnee aus Maria Zell in Österreich gebracht. Sie wurde auf einem Baum unweit des Berggipfels untergebracht. Bei einem heftigen Gewitter zerbrach der Baum, doch die Figur blieb unversehrt. Die Tatsache wurde als Wunder gewertet und die Statuette etwas niedriger in eine Holzkapelle hineingesetzt. Später, im Jahre 1781 hat man mit dem Bau des Mariensanktuariums begonnen. Der Ruhm der Figur hat sich schnell dank vielen wunderbaren Heilungen und Gnaden, die Ihr zugeschrieben wurden, verbreitet. Im Jahre 1983 während seiner zweiten Pilgerfahrt nach Polen bekröhnte Papst Johannes II die Marienfigur. Der Spitziger Berg ist ein ausgezeichneter Aussichtspunkt auf das Glatzerland und die umgebenden Gebirgszüge. Zum Spitzigen Berg führen die Wanderwege grün, gelb und rot markiert.


Wichtige Informationen.
Heilige Messe ist täglich um 12 Uhr verrichtet.
Am Sonnabend, Sonntag und kirchlichen Feiertagen
– um 12 und 16 Uhr.

Grosse Popularität geniessen die Kirchweihfeste:
der Mutter Gottes – Ursache Unserer Freude
am vorletzten Sonntag des Monats Juni – 13 Uhr

Maria zum Schnee – am ersten Sonntag
des Monats August – 13 Uhr

Kontakt: Tel.: +48 74 81 35 175
Internetseite: www.mariasniezna.pl
2 Std.SZWARZER BERG
Szwarzer Berg – Czarna Góra
Schwarzer Berg ist ein Skizentrum entstanden im Jahre 1996. Seit der Gründung alljährlich entstehen neue Investitionen. Das Zentrum gehört zu den bekanntesten polnischen Skistationen. Durch die gut geplanten breiten Trassen, den Bau eines leistungsfähigen Skiliftsystems, sowie die entwickelte künstliche Beschneiung,

Schwarzer Berg ist heute Numer 1 in den Sudeten und sogar in Polen /Ranking Onet.pl2009/. Es besteht die Möglichkeit einer unmittelbarer Zufahrt von der Villa Pepita und der Villa Titina zu den Schwarzen Berg /mehr auf der Seite Ski/.

Internetseite: www.czarnagora.com.pl
2 Std.PUHU-PASS
Puhu-Pass – Przełęcz Puchaczówka

Der Pass trennt zwei Gebirgszüge: das Massiv des Glatzer Schneeberges /Śnieżnik – 1425 m/, dessen letzte Kulmination in dieser Richtung der Schwarzer Berg /Czarna Góra – 1205 m/ ist von dem Bergrücken der Kuhberge /Krowiarki/ mit der höchster Erhebung, den Biertenberg /Pasiecznik - 893 m/.

Auf dem Pass der Knotenpunkt von touristischen Wegen, Aussichtspunkt, eine malerische Kapelle, sowie eine Schäferhütte. Die Landstrasse durch den Puhu-Pass wurde aus der Initiative der Inhaberin der umherliegenden Länderein der Prinzessin Marianne von Oranien gebaut.

Internetseite: www.sudety.info.pl/
2 Std.KIRCHE IM NEUNDORF
Kirche im Neundorf – Nowa Wieś

Kleines Vorgebirgsdorf lokalisiert in einem Gebirgstal, am westlichen Fuss des Massivs des Grossen Schneeberges. Im Orte sind viele Wohn – und Wirtschaftshäuser typisch für die volkstümliche Baukunst des Glatzer Landes im XIX-ten Jh erhalten. Neben dem Dorf die Ruine eines grossen Renaissance – Herrenhauses aus dem Jahre 1585. Eine zierde des Dorfes ist die ansehnliche, barocke Kirche zur Himmelfahrt Marias aus dem XVIII-ten Jh, die einen unerwarteten Zusammenhang mit der Geschichte Frankreichs hat. Im Jahre 1890 wurde in Paris eine Austellung von Andenken der französischen Königin Marie Antoinette veranstaltet, wo u.a. ein Schleier aus Brabanten Spitzen (3 m lang u. 33 cm breit) zur Schau gestellt wurde.

Die Königin sollte diesen Schleier Ihrem Beichter, dem Pater de l’Orme schenken, als er sie auf dem letzten Weg zum Schafott begleitet hat. Im Jahre1805 ist der Schleier im Besitz von Johannes Strobach, Augustiner aus dem Kloster in Breslau. Nach der Aufhebung des Klosters und der Wechslung von vielen Besitzern fand sich der Schleier in den Händen von den ehemaligen Augustiner Dominikus Jaschke. Dieser war häufig zu Gast bei seiner Schwester in Neundorf. Nach seinem Tode wurde der Schleier in der dortigen Kirche aufbewahrt, wo er zu einer grossen touristischen Attraktion wurde. Nach dem II-ten Weltkrieg ist der Schleier in unklaren Umständen nach Westdeutschland getroffen. Heute befindet er sich in Telgte bei Münster.
2,5 Std.DER GLATZER SCHNEEBERG
Der Glatzer Schneeberg – Śnieżnik

Mit seinen 1426 m ü.M. ist der Glatzer Schneeberg der höchste Gipfel in dem Glatzerbergland und zugleich der höchste im polnischen Teil der Ostsudeten. Die erste Vermerkung über eine Hirtenhütte inmitten der Bergwiese unterhalb des Gipfels kommt aus dem Jahre 1809. Ein Teil dieser Hirtenhütte wurde für die Wanderer ausgesondert. Im Jahre 1869 wurde dieser Gebirgsteil von der Prinzessin Marianne von Oranien übernommen und dem aus dem Alpenland stammenden Schweizer der Bau einer neuer Baude beauftragt. Die Baude, seitdem „Schweizerei“ benannt, wurde in den 80-ger Jahren des XX Jh. modernisiert und steht in dieser Gestalt bis heute als eine der ältesten Bauden des Regions. Der Bau von Waldwegen infolge der wirtschaftlichen Tätigkeit der Marianne von Oranien hatte grossen Einfluss auf die Zugänglichkeit des Gipfels.

Dies ermöglichte die Organisation von Ausflügen mit Schlitten und Kutschen. Das Objekt war besonders populär im Winter, weil das anliegende Gelände verfügte über prächtige Schneebedingungen. Eine besondere Attraktion damaliger Zeit war die Abfahrt mit den „gehörnten Schlitten“ von der Baude auf der Matte bis hinunter zum Wölfelsgrund.
Auf den Glatzer Schneeberg führen die Wege:
roter – ca 2 Stunden
blauer – ca 2,5 Stunden.

Kontakt: Tel. +48 74 81 35 130

Internetseiten:
www.snieznik.omega.pl
www.sudety.info.pl
3 Std.BÄRENHÖHLE/KLESSENGRUND
Bärenhöhle/Klessengrund
Jaskinia Niedźwiedzia/Kletno

Bärenhöhle – eine von den grössten Attraktionen des Glatzer Schneeberg-Massivs wird allgemein als die schönste Tropfsteinhöhle in den Sudeten betrachtet. Sie ist die längste von den Höhlen auf der polnischer Seite der Sudeten, die zufällig bei Sprengungen in Marmorbruch im Jahre 1966 entdeckt wurde. Seit 1997 ist die Höhle zusammen mit der nächsten Umgebung ein Naturschutzgebiet. Ihre horizontal auf drei Kondignationen gegliederten Gänge zählen insgesamt 3 km Länge. Seit 1983 wurden fast 400 m für Besichtigungen zugänglich gemacht. Der Name der Höhle geht auf die vorgefundenen zahlreichen Knochen aus dem Pleistozän zurück, darunter des Eiszeitbären. Ihre reichen und vielfältigen Tropfsteingebilde, darunter bis zu 50 m hohen Kaskaden, sowie zahlreiche Knochenfunde (im Eingangspavilon ausgestellt) machen die Bärenhöhle zu einem sehr populären Ausflugsziel.


In Hinsicht auf die Notwendigkeit der Erhaltung des spezifischen Mikroklimas in der Höhle die Besichtigungsgruppen dürfen maximal 15 Teilnehmer zählen.

Wichtige Information:
In Hinsicht auf die grosse Frequenz frühere Reservation der Eintrittskarten ist erforderlich.

Reservation der Eintrittskarten:

Tel. +48 74 814 12 50
E-mail: rezerwacja@jaskinia.pl
Internetseite: www.jaskinia.pl
21 kmBoboszów
Ein malerisches Dorf an der Grenze zu Tschechien bietet Ihnen Möglichkeiten zum Reiten, zu originell gestalteten betrieblichen Integrationstreffen in Modrzewiowa Osada (Lärchensiedlung) und zum grenznahen Einkaufen
33 kmGlatz
Glatz – Kłodzko

Historische, wirtschaftliche und administrative Hauptstadt des Glatzer Landes berühmt durch seine vielen Baudenkmälern und die ehemalige Festung. Nach dem Chronist Cosmas von Prag an der Stelle der Festung existierte schon um das Jahr 981 ein Fürstenhof des Böhmischen Fürsten Slavnik. Die Österreicher haben auf dieser Stelle Verteidigungsbollwerke errichtet, aber erst die Preussen nach der Übernahme von Glatz im Jahre 1742 haben eine mächtige Festung /eine von den grössten in Europa / in heutiger Gestalt ausgebaut. Nach der Aufhebung des Festungsstatus im Jahre 1877 diente die Festung als Kaserne, Gefängniss und sogar als Stelle der Waffenproduktion /im II-ten Weltkrieg/. Heute ist die Festung für Besichtigungen zugänglich.

Nach 1877 erfolgte der Abbruch von Stadttoren und grösseren Teil der Mauern. Dies ermöglichte den Bau von neuen öffentlichen Gebäuden und komunalen Einrichtungen. Sehenswert ist die Altstadt mit vielen interessanten Bürgerhäusern aus dem XVII-ten und späteren Jahrhunderten, das Rathaus im neurenaissance Stil, steinerne Brücke aus dem XIII Jh. /eine Miniatur der Karlsbrücke in Prag/ und endlich die Maria Himmelsfahrt-Kirche mit der prächtiger, barocker Ausstattung von Michael Klahr d.Ä., den berümtesten Bildhauer des Glatzer Landes.

Internetseite: www.klodzko.pl
36 kmALTHEIDE BAD
Altheide Bad – Polanica Zdrój

Altheide Bad liegt am Südhang des Heuscheuergebirges /Góry Stołowe/ an der Reinerzer Weisstritz /Bystrzyca Dusznicka/. Es gehört zu den jüngsten unter den Bädern des Glatzer Landes, aber ist zugleich das modernste. Die Blütezeit von Altheide begann im Jahre 1904, als der breslauer Brauerei Besitzer Georg Haase das Bad erwarb und den Badbetrieb in Aufschwung gebracht hat.

Die nachfolgenden Investitionen wandelten das Dorf Altheide zu einem modernen und bekannten Kurbad. Das Gebäudekompleks des Kurbetriebes ist lokalisiert in einer imposanten Parkanlage. Dank der reichen Mineral-wasserquellen die Heilkuren sind vor allem Trinkkuren.

Internetseite: www.polanica.pl
42 kmBAD LANDECK
Bad Landeck – Lądek Zdrój

Bad Landeck gehört zu den älsteten Kurorten in Polen und wahrscheinlich in Europa. Nach einer Überlieferung von der Glatzer Chronik die erste bestätigte Information über einen Bäderbetrieb stammt aus dem Jahre 1325. Um das Jahr 1500 wurde ein Badehaus errichtet und die erste (uns bekannte) Badeordnung ins Kraft gesetzt. Seine Blütezeit erlebte Bad Landeck in der 2-ten Hälfte des XIX-ten Jh., als fast alle heute noch benutzten Badeanstalten errichtet wurden. Unter anderem das imposante Badeanstalt „Wojciech“ (früher Marienbad) mit einem Bassin und einer Trinkhalle im Stil der römischen Thermen.

Etwas unterhalb des Badegeländes, an der Biele /Bystrzyca Lądecka/ liegt die Altstadt mit dem Ring von schönen Bürgerhäusern umgeben.
Das Haus Nr 1 gehörte dem Michael Clahr, dem berühmtesten Bildhauer des Glatzer Landes. Inmitten des Ringes steht sein letztes Werk, die barocke Dreifaltigkeitssäule. Der Kurpark geht in einen naturalen Wald mit interessanten Wanderwegen über.

Internetseit: www.ladek.pl
49 kmBAD REINERZ
Bad Reinerz – Duszniki Zdrój

Die Einwohner der Stadt Reinerz, bevor sie zu einem bekannten Kurort wurde, haben fleissig die Eisenverhüttung, Papierherstellung und vor allem die Weberei betrieben. Schon vor 1583 entstand die Gilde der Tuchmacher, die bis Ende des XVII Jh. Handelsbeziehungen bis nach Russland und China unterhalten haben soll. Zeugen dieser Vergangenheit sind Bürgerhäuser im Renaissance – und Barockstil auf dem Ring. Am Rande der Stadt, in der erhaltenen alten Papiermühle von 1605 wurde das Papiermuseum eingerichtet.
Das von der Stadt deutlich getrennter Kurviertel liegt im Flusstal der Reinezer Weisstritz.

Die schon früher erkannten Mineralwasserquellen wurden erst am Anfang des XIX Jh. genutzt, als im 1802 die ersten Badepavilons und ein Gesellschaftshaus errichtet wurden. Im 1877 wurde die Trinkhalle und das Konzertsaal geöffnet. Bad Reinerz gehörte am Anfang des XX Jh. zu den bedeutendsten Herzheilbäder Europas und heute zählt zu den beliebtesten Ferien – und Kurorte in Polen.
Am 26 August 1826 gab der damals 16-jähriger Friedrich Chopin seine ersten zwei öffentlichen Konzerte ausserhalb Kongresspolens /es waren Wohltätigkeitskonzerte/. Zum Andenken an dieses Ereignis findet seit 1948 jährlich das Internationale Chopin Klavier Festival statt.

Internetseite: www.duszniki.pl
49 kmALBENDORF
Albendorf – Wambierzyce

Der Legende nach soll die Marienwallfahrt in Albendorf in das XIII Jh. zurückreichen, als ein Blinder aus Rathen /Ratno/ die Mutter Gottes mit dem Kind gesehen und sein Augenlicht wieder erlangt haben soll. In der nachfolgender Zeit auf der Stelle der hölzerner Kapelle vom 1263 und den misslungenen Bau einer Kirche gegen Ende des XVII Jh., wurde von den Grafen F.A. von Götzen in den Jahren 1716-1721 die heutige imposante, barocke Wallfahrtskirche zur Heimsuchung Marias gestiftet. Mittelpunkt der Kirche bildet die fast ovale, von Kreuzgängen und 11 kleineren Kapellen umgebene Gnadenkapelle. In dem barock ausgestatteten Innern wurde dem Hochaltar ein kleiner Schrein mit der 28 cm hohen Marienfigur aus dem XIV-ten Jh. eingefügt.

Nach den Vorstellungen des Stifters sollte die Umgebung der Wallfahrtskirche nach dem Vorbild des biblischen Jerusalem gestaltet werden, daher die nahen Hügel sollten jetzt Sinai, Tabor, Horeb, oder Sion heissen. Auf diesen Hügeln wurden 92 Kreuzwegsstationen und Kapellen aufgerichtet.
Schon im XV-ten Jh. war Albendorf Wallfahrtsort, aber seine Blütezeit entfällt auf die Zeit des XVIII u. XIX-ten Jh. Damals entstand die Bezeichnung „Schlesisches Jerusalem“. Der Ort ist auch für seine bewegliche Krippe an deren Herstellung der Albendorfer Longius Wittig 28 jahre gearbeitet hat. Von insgesamt 800 – bewegen sich 300 Figuren.

Internetseite: www.wambierzyce.pl
51 kmREICHENSTEIN
Reichenstein – Złoty Stok

Ehemals Bergbauort mit reichen Goldvorkommen nach denen vermutlich schon um das Jahr 1236 auf den damaligen Ländereien der Zisterzienser aus Kamenz gegraben wurde. Im XVI-ten Jh. erlebte der Reichensteinerbergbau seine Blütezeit: es war eins der wichtigsten Gold gewinnenden Zentren in Europa. Um das Jahr 1500 waren 20 Hütten und über 100 Stollen im Betrieb. Wegen Erschöpfung der Vorkommen wurde der Abbau im nächsten Jh. weitgehend stillgelegt. Die erhaltene Goldgrube ist für die Touristen zugänglich.

Heute gewinnt Reichenstein immer mehr an touristischer Bedeutung auch durch den grossen Abenteuer – Waldpark „Skalisko“ mit reichem Angebot von verschiedenartigen, anspruchsvollen, oder sogar extremen „Vergnügungen“, wie zB. gesicherte Felsenbesteigerung, Lufttrekking oder Seilfahrt auf 570 m Länge nach Tirolerart. Die gesamtlänge der angebotenen „Seilrouten“ beträgt 1650m.

Internetseiten:
www.kopalniazlota.pl
www.skalisko.eu
60 kmHEUSCHEUERGEBIRGE
Heuscheuergebirge – Góry Stołowe

Heuscheuergebirge ist der am meisten besuchter Teil des Glatzer Landes und eines der populärsten touristischen Gebiete der Sudeten. Aufgerichtet vor über 30 mln Jahren /das jüngste Gebirgsmassiv des Landes/ besteht aus horizontalen Sandsteinschichten, die infolge der Erosionsprozesse in höchst fantasievolle, bizarren Gestalten von Keulen, Pilzen, Tieren oder Bauwerken geformt wurden. Stellenweise ist das Heuscheuergebirge flach wie eine Tischplatte, daher die polnische Bezeichnung „Tafelgebirge“ /Góry Stołowe/.

Ausser dem Grossen Heuscheuer /Szczeliniec/ von 919 m Höhe, auf den 665 im Stein gehauenen Stufen führen, besonders sehenswert sind die Irrenfelse /Błędne Skały/.
Durch diese felsige Märchenwelt verlaufen gut markierte Wanderwege. Achtung! Meistens sind diese Wege nur in eine Richtung begehbar.Seit 1993 steht das Gebiet als der Nationalpark Heuscheuer /Park Narodowy Gór Stołowych/ unter Naturschutz.

Internetseite: www.stolowe.yoyo.pl
63 kmBAD KUDOWA
Bad Kudowa – Kudowa Zdrój

Der ursprüngliche tschechische Ortsname war Hudoba und bedeutet „Armut”. Offensichtlich der Ort war klein, unbedeutend und arm. Er war nur ein Teil des benachbarten Dorfes Tscherbeney /Czermna/.
Die Entwicklung von Kudowa als Kurort begann im XVII Jh. Im Jahre 1636 wurde schon vermutlich ein hölzernes Badehaus errichtet. Der richtige Aufschwung kam in der Mitte des XIX-ten Jh., seit dem Kudowa als erstes, offizielles Herzbad in Deutschland angesehen wurde.
Empfehlungswert ist ein Spaziergang durch den gepflegten Kurpark mit seltenen Bäumen und Straucharten. Auch im Park befindet sich eine überdachte Promenade im Stil der Bäderarchitektur aus dem Anfang des XX-ten Jd. Das im Park gelegene Barockschloss /heute Sanatorium/ wurde Ende des XVIII-ten Jh. errichtet.

In Tscherbeney (Czermna) befindet sich eine Schädelkapelle mit Schädeln und Gebeinen von Pestopfern des 30-jährigen und von gefallenen des 7-jährigen Krieges. In der Kapelle sind 3000 Schädeln und Beinknochen aufgestapelt. Unten, in der Kripte ruhen noch die weiteren Überreste von 21 000 Menschen.
In dem Pfarrhaus der nebenan stehender Pfarrkirche kam es im Juni 1813 zu einer Begegnung Friedrich Wilhelm III, österreichischen Kaiser Franz I und den russischen Zaren Aleksander I. Das Thema der Begegnung war die Konwention der antinapoleonischen Allianz. Das Treffen gilt als Vorspiel des Wiener Kongresses. Seit 1962 werden in Kudowa jährlich Moniuszko-Festivals veranstaltet.

Internetseite: www.kudowa.de
92 kmFELSENSTADT
Adersbach – Wechseldorfer Felsenstadt
Adrspassko – Teplicke Skaly

Eine höchst interessante, einmalige Gruppierung von Sandsteinfelsen in der Tschechischen Republik, unweit der polnischen Grenze. Diese Felsenstadt breitet sich auf einer Fläche von 20 km² und besteht aus der Adersbacher – und der Wechseldorfer Felsengruppe. Aufgerichtet vor über 30 mln Jahren bildet das Massiv horizontale Sandsteinschichten – die infolge der Erosionsprozesse durch Einfluss von Sonne, Wasser, Frost und Wind, allmählich zerklüftet und in fantasievolle Gebilde geformt wurden. Es entstand ein Labyrinth von engen Klüften, Schluchten, schrägen Spalten, Höhlen und Keulen. Manche von dieser Gebildern sind bis zu 100 m hoch. Wegen dieser originellen Formen viele Felsengebilde bekamen entsprechende Namen, wie Grossvaters Stuhl, Henkerkrug, Liebespaar, Zuckerhut usw. Der höchste Berg der Felsenlandschaft ist Starozamecky Vrch.

In den früheren Jahrhunderten haben die Bewohner der umliegenden Dörfer diese Felsengegend nur sehr ungern besucht. Erst seit dem Anfang des XVIII-ten Jh. erschienen hier die ersten Pioniere der „Touristik“. Im Jahre 1790 wurde die Felsenstadt von Johann Wolfgang Goethe besichtigt und 10 Jahre später von John Quincy Adams, den zukünftigen Präsidenten von USA, der in einem seiner Briefe schrieb: „Ich habe niemals ähnliches gesehen – das ist ein prachtvoller Schauspiel der Natur“.
Heute ist die Felsenstadt eines der bekanntesten touristischen Reiseziele in Tschechien.

Internetseiten: www.skaly-adrspach.cz
98 kmMAZOCHA UND PUNKVA
Der Mazocha – Abgrund und die Punkva Höhlen
Macocha – Punkevni Jaskyne

Der Mazocha-Abgrund, ein Teil der Punkvahöhlen bildet zusammen mit diesem Höhlensystem die grösste touristische Attraktion der Gegend von Brünn /Brno/ und des Böhmischen Karst. Der138,5 m tiefe Abgrund mit den Abmessungen an der Oberfläche von 174 x 76 m entstand durch den Einsturz eines grossen Höhlengewölbes. Dies ermöglicht die Besichtigung des Abgrunds bei Tageslicht. Zum ersten Mal stieg in den Abgrund der Pater Lazarus Erker im Jahre 1728.

Der heutige Besucher kann auch auf der Besichtigungsroute in die Sohle des Abgrundes hinuntersteigen um weiter über eine 500 m lange Bootsfahrt auf der untererdischen Punkva die fantastischen und unheimlichen, gut beleuchteten Gestalten der Kalktropfsteine zu bewundern. Mazocha und Punkvahöhlen sind ganz bestimmt eines Ausflugs aus Wölfelsgrund wert.
Internetseite: www.moravskykras.net
210 kmPrag
Prag – Praha

Hauptstadt der Tschechischen Republik, „Zlata Praha“ (Goldene Prag) genannt, eine der schönsten Städte

Europas und Kleinod der europäischen Architektur ist ganz bestimmt einer Besichtigung wert.

Wölfelsgrund ist eine eindrucksvolle Ortschaft, die Sich in den östlichen Sudeten am Fusse des Berges Schneeberg (Śnieżnik) in den stillen Tälern von Wölfel /Wilczka/ und Buckelwasser /Bogoryja/ erstreckt. Das Ort entstand als Holzfäller – und Köhlersiedlung im XVI-ten Jh. Infolge der reger Wirtschaftstätigkeit der Prinzessin Marianne von Oranien und dank den vorzüglichen Bedingungen für eine gute Erholung wurde Wölfelsgrund in der 2-ten Hälfte des XIX-ten Jh. zu einem bekannten Luftkurort in Deutshland. Es ist zugleich ein günstiger Ausgangspunkt zu attraktive Wanderziele und Radtouristik /es gibt zahlreiche, gut markierte Wanderwege und Radrouten/. Im Winter wird zu einer idealer Skibasis.

Einen eigenartigen Charakter gibt der Ortschaft die malerische Architektur im Alpenstil /hölzerne Logierhäuser aus dem XIX-ten Jh./, der ausgezeichnet mit der Berglandschaft übereinstimmt.
Das besonderes Mikroklima von Wölfelsgrund ist durch die Lage am Fusse des Glatzer Schneeberges und durch die umgebenden, grossen und differenzierten Waldkomplexen determiniert. Nach einem gutachten über die Bioklimatischen Bedingungen des Institutes für Kurmedizin in Posen /Poznań/ – besitzt die Ortschaft einen hervorragenden Heilcharakter, besonders für Heilung der oberen Atemwege.